Lagerverwaltung App: das Lagerverwaltungssystem in der Hand Ihrer Mitarbeiter
Ein LKW steht an der Rampe, gemischte Paletten, der Lieferschein liegt irgendwo im Führerhaus. Wer jetzt mit Klemmbrett zählt und später abtippt, hat am Nachmittag einen Bestand, der stimmt, wenn niemand sich verzählt oder vertippt hat. Wer scannt, hat ihn in dem Moment, in dem die Ware auf dem Platz liegt.
Die Lagerverwaltung App von BizBloqs ist der Teil von Ihrem Lagerverwaltungssystem, den Ihre Mitarbeiter in der Hand halten. Sie ist keine eigenständige Zähl-App, sondern hängt an denselben Aufträgen, Lagerplätzen und Beständen wie das ganze System. Jeder Scan bucht. Was die Software dahinter alles kann, beschreibt die Seite zur Lagersoftware.
Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.
Was die Lagerverwaltung App auf dem Lagerboden tut
Wareneingang. Der Mitarbeiter wählt die Bestellung und scannt, was ankommt. Fehlt etwas oder ist es zu viel, sieht er es am Gerät, bevor der Fahrer wieder weg ist. Mehr zum Wareneingang.
Einlagerung. Jeder Lagerplatz hat einen eigenen Barcode. Ware wird auf den Platz gescannt, und ab diesem Moment weiß jeder im Betrieb, wo sie liegt. Mehr zur Einlagerung.
Kommissionierung. Der Kommissionierer scannt Lagerplatz und Artikel. Greift er daneben, meldet die App den falschen Artikel direkt am Regal und nicht erst der Kunde. Ob Sie Aufträge in Wellen, im Cluster oder nach Zonen kommissionieren, stellen Sie im System ein; einen Überblick über die Kommissioniermethoden finden Sie im Blog. Wo Fächer mit Lichtern ausgestattet sind, steuert die Kommissionieraufgabe auch Pick-by-Light.
Verpacken. Am Packtisch übernimmt das System das Gewicht direkt von der angeschlossenen Waage. Wer mehrere Aufträge in einem Rundgang geholt hat, verteilt sie mit Put-to-Light auf die richtigen Fächer. Etiketten kommen aus dem Drucker, der diesem Packplatz zugeordnet ist.
Zählung. Gezählt wird am Platz: Lagerplatz scannen, Artikel scannen, Menge eingeben. Keine Zählliste, die hinterher jemand abtippen muss.
Lagerverwaltung Barcode: was wo gescannt wird
Viele Lager scannen nur die eigene Artikelnummer. Dabei tragen die meisten Waren schon Codes nach GS1-Standard, die mehr verraten.
Der Artikel trägt eine GTIN, im Handel meist als 13-stellige Nummer unter dem EAN-13-Strichcode. Wichtig für die Praxis: Jede Verpackungsebene hat ihre eigene GTIN. Der Karton mit zwölf Flaschen hat eine andere Nummer als die einzelne Flasche. Kennt Ihr Artikelstamm die Karton-GTIN nicht, bucht ein Scan auf den Karton im schlechtesten Fall ein Stück statt zwölf.
Die Palette trägt eine NVE, die Nummer der Versandeinheit. International heißt sie SSCC. Sie ist 18 Stellen lang, wird für genau eine Versandeinheit einmal vergeben und steht auf dem GS1-Transportetikett im Strichcode GS1-128. BizBloqs erzeugt NVE-Etiketten selbst, für sortenreine und für gemischte Paletten. Schickt Ihr Lieferant die Lieferdaten vorab elektronisch, lässt sich die Palette im Wareneingang über ihre NVE mit dieser Liefermeldung verknüpfen. Wie solche Nachrichten fließen, erklärt der Beitrag zur EDI Anbindung.
Im selben GS1-128-Code können weitere Angaben stehen, jeweils mit einem vorangestellten Datenbezeichner: (10) für die Chargennummer, (15) für das Mindesthaltbarkeitsdatum, (17) für das Verfallsdatum. Auf kleinen Packungen steht dieselbe Information oft im quadratischen GS1 DataMatrix. Die App liest beide direkt: GS1-128 ebenso wie GS1 DataMatrix und andere komplexe 2D-Codes, dazu einfache 1D-Barcodes und QR-Codes. Auch Barcodes, die mehrere Seriennummern in einem Code tragen, liest die App. Der Mitarbeiter scannt einmal und muss Charge und Datum nicht von Hand eintippen; Chargen, Seriennummern und Verfallsdaten werden im System standardmäßig mitgeführt.
Dazu kommt ein Code, den Sie selbst anbringen: der Barcode am Lagerplatz. Ohne ihn weiß das System, was im Lager ist, aber nicht, wo.
Was der Bildschirm dem Mitarbeiter sagt
In der Stufe KMU arbeiten Sie papierlos: Der Mitarbeiter scannt, die App prüft und bucht. Ab KMU+ führt das System. Dann zeigt der Bildschirm Lagerplatz, Artikel und Menge, die Reihenfolge der Plätze ist vorgegeben, und für die Einlagerung schlägt das System den Platz vor.
Der Unterschied klingt klein. Im Alltag ist er groß: Im ersten Fall muss der Mitarbeiter wissen, was zu tun ist, und die App passt auf. Im zweiten Fall muss er nur lesen können.
Lesen heißt dabei: in seiner Sprache. Die Scanner-Oberfläche gibt es auf Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch, Spanisch und Chinesisch. In einem Team mit Aushilfen aus verschiedenen Ländern ist das oft der Punkt, an dem eine App im Fach liegen bleibt oder benutzt wird.
Wie ein neuer Mitarbeiter die App lernt
Ohne System lernt ein neuer Mitarbeiter das Lager von einem Kollegen. Der Kollege kommt in dieser Zeit mit der eigenen Arbeit nicht voran, und was er nicht erklärt, fehlt später. Mit der App folgt der neue Mitarbeiter dem Bildschirm statt einem Kollegen. Der Scan bestätigt jeden Schritt, ein Fehlgriff fällt sofort auf, und er wird gleich am Regal korrigiert.
Was Sie dafür vorbereiten sollten: saubere Lagerplatz-Etiketten, gepflegte Artikelstammdaten mit allen GTINs und einen Probelauf auf genau den Geräten, die später im Einsatz sind. Mehr zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter im Lager lesen Sie im Blog.
Lagerverwaltung App für Android und iOS, auf Handheld, Tablet und PC
BizBloqs ist betriebssystemunabhängig: Die App läuft auf Android und iOS, auf jedem Gerät vom PC über das Tablet bis zum Handheld. Welcher Lagerverwaltung Barcode Scanner der richtige ist, hängt davon ab, wie viel gescannt wird. Für den Dauereinsatz mit vielen Scans am Tag sind robuste Handhelds mit Android gebaut; was ein MDE-Gerät von einem Smartphone unterscheidet, erklärt ein eigener Beitrag. Für den Anfang oder für kleine Teams können Ihre Mitarbeiter auch Android- und iOS-Geräte nutzen, die sie schon haben.
Tablet und PC haben ihren Platz am Packtisch und im Büro, wo jemand Aufträge freigibt oder Abweichungen prüft. Drucker und Waagen werden zentral angemeldet und dem Arbeitsplatz zugeordnet; mobile Drucker gehen mit dem Mitarbeiter an die Palette. Welche Geräte zu welcher Aufgabe passen, beschreibt die Seite zum Thema Lagerverwaltung Scanner.
Die App heißt im Store BizBloqs WMS. Sie laden sie kostenlos aus dem App Store von Apple oder von Google Play und melden sich mit Ihrem BizBloqs-Zugang an.
Ein Rat aus der Praxis: Testen Sie die Geräte mit den Mitarbeitern, die sie täglich benutzen, in der Ecke des Lagers mit dem schwächsten WLAN.
Wann eine einfache App reicht und wann nicht
Wer in einem Kellerraum ein paar Dutzend Artikel zählt, braucht kein Lagerverwaltungssystem. Eine Zähl-App oder eine Tabelle genügt, und ein Wechsel lohnt sich nicht.
Anders wird es, sobald Aufträge über einen Shop oder das ERP hereinkommen, mehrere Mitarbeiter gleichzeitig kommissionieren und Chargen oder Haltbarkeitsdaten eine Rolle spielen. Dann reicht es nicht, Bestände aufzulisten. Die App muss wissen, welcher Auftrag gerade dran ist, welcher Platz leer wird und welche Charge zuerst raus muss. Wo eine Lagerverwaltung Excel an ihre Grenze kommt, beschreibt ein eigener Beitrag. Was ein System kostet, steht unter Lagerverwaltungssystem Kosten.
Das ERP bleibt dabei zuständig für Einkauf, Verkauf und Buchhaltung. Die App sorgt dafür, dass im Lager passiert, was das ERP vorgibt, und meldet zurück, was tatsächlich passiert ist. Mehr zur ERP Anbindung.
- Gibt es die Lagerverwaltung App für Android und iOS?
- Ja. Die App heißt BizBloqs WMS und steht im App Store und bei Google Play. Sie läuft auf Android und iOS. Sie können robuste Handhelds mit Android einsetzen, aber auch Smartphones und Tablets, die Ihre Mitarbeiter schon haben. Am Arbeitsplatz im Büro oder am Packtisch arbeiten Sie mit demselben System am PC.
- Gibt es eine kostenlose Lagerverwaltung App?
- Kostenlose Apps gibt es, meist zum Zählen und Auflisten von Artikeln. Sie kennen in der Regel keine Lagerplätze, keine Aufträge und keine Anbindung an Ihr ERP. Die App von BizBloqs laden Sie kostenlos aus dem App Store oder von Google Play, arbeiten können Sie damit aber nur mit dem Lagerverwaltungssystem dahinter, und das ist nicht kostenlos. Was es kostet, steht auf der Seite zu den Kosten.
- Liest die App auch GS1 DataMatrix?
- Ja. Die App liest GS1 DataMatrix und andere komplexe 2D-Codes, dazu 1D-Barcodes, QR-Codes und GS1-128. Auch Barcodes, die mehrere Seriennummern in einem Code tragen, liest sie.
- Was ist der Unterschied zwischen GTIN und NVE?
- Die GTIN kennzeichnet einen Artikel, und zwar auf jeder Verpackungsebene eine eigene: das einzelne Stück, den Karton, das Display. Die NVE, international SSCC, ist eine 18-stellige Nummer für genau eine Versandeinheit, etwa eine Palette. Zwei gleiche Kartons haben dieselbe GTIN, zwei Paletten nie dieselbe NVE.
- In welchen Sprachen gibt es die Scanner-Oberfläche?
- In sechs Sprachen: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch, Spanisch und Chinesisch. Jeder Mitarbeiter arbeitet in seiner eigenen Sprache, auch wenn das Team gemischt ist.