Bestandsverwaltung
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Zu wissen, wie viel Sie haben, ist die Grundlage. Zu wissen, wo es liegt, welche Charge es ist und was davon wirklich verfügbar ist, entscheidet, ob Sie liefern können.
Eine Zahl oder ein Bestand
Die meisten Systeme führen eine Menge je Artikel. Vierhundert Stück. Das genügt für die Bewertung und für die Disposition, und dafür ist es gebaut.
Es genügt nicht, sobald jemand wissen muss, welche vierhundert.
Auf elf Lagerplätzen verteilt, in drei Chargen, davon sechzig reserviert und zwanzig in einer Retoure, die noch niemand geprüft hat. Die Summe stimmt. Die Frage, ob Sie den Auftrag heute versenden können, beantwortet sie nicht.
Eine Bestandsverwaltung in unserem Sinn führt das Detail unter dieser Summe: Ort, Charge, Zustand, reserviert gegen frei verfügbar. Das ist der Unterschied zwischen einem Wert in der Bilanz und einer Zusage an einen Kunden.
Woran Sie merken, dass die Summe nicht mehr genügt
Diese sechs Punkte tauchen in fast jedem Gespräch auf, in dem eine Bestandsverwaltung Software zum Thema wird.
Die Zahl stimmt, die Ware ist weg
Sie kaufen, was Sie schon haben
Mehrere Systeme, mehrere Wahrheiten
Chargen und MHD von Hand
Retouren liegen als blinder Fleck
Zwei Standorte, eine Zahl
Kein einziger dieser Punkte ist ein Zählproblem. Es sind alles Detailprobleme, und eine genauere Summe löst keines davon.
Was geführt wird
Eine Bestandsführung, die diesen Namen verdient, führt sechs Ebenen statt einer Zahl.
| Ebene | Was sie beantwortet |
|---|---|
| Lagerplatz | Wo genau die Ware liegt — nicht „im Lager“ |
| Charge und Seriennummer | Welche Einheit, mit welchem Datum, aus welcher Lieferung |
| Zustand | Frei, gesperrt, in Prüfung, beschädigt, in Retoure |
| Reservierung | Was einem Auftrag zugesagt ist und deshalb nicht mehr frei ist |
| Tatsächlich verfügbar | Die einzige Zahl, gegen die Sie zusagen dürfen |
| Bewegung | Wer hat was wann bewegt, und woher kam es |
Die vorletzte Zeile ist die, die in den meisten Systemen fehlt. Vorhanden und verfügbar sind nicht dasselbe, und der Unterschied ist genau die Menge, die Sie bereits jemand anderem versprochen haben.
Reicht meine Warenwirtschaft nicht?
Für viele Betriebe: ja. Das ist keine Höflichkeit, sondern die ehrliche Antwort.
Ein Warenwirtschaftssystem führt Einkauf, Verkauf, Bestandssummen und die kaufmännische Seite. Bei einem Standort, einem Vertriebsweg und einem Team, das sich kennt, ist die Ergänzung durch eine separate Bestandsverwaltung schwer zu rechtfertigen. Diese Betriebe kaufen bei uns nichts, und das ist richtig so.
Die Grenze ist keine Umsatzgrenze. Sie verläuft dort, wo aus „wie viel haben wir“ die Frage „welche davon, von wo, für wen“ wird.
Vier Fragen, die Sie selbst beantworten können:
- Wie oft steht jemand vor einem Fach, das laut System gefüllt ist?
- Wie viele Stunden pro Woche gehen darauf, dass zwei Systeme dieselbe Zahl zeigen?
- Können Sie sagen, welche Charge an welchen Kunden gegangen ist — ohne jemanden zu fragen?
- Wenn eine Retoure ankommt: wie lange, bis sie wieder verkäuflich ist?
Wenn drei davon unangenehm sind, führen Sie bereits eine Bestandsverwaltung. Nur nicht im System.
Summen im ERP, Detail bei uns
Der häufigste Einwand: man führe dann zwei Bestände. Das stimmt nicht, und der Grund ist wichtig.
Ihr ERP braucht Summen, weil Bewertung und Disposition Summenfragen sind. Der Lagerwert und der Meldebestand arbeiten mit einer Zahl je Artikel — nicht mit elf Lagerplätzen, drei Chargen und einer Aufteilung in reserviert und frei.
Wir führen das Detail unter dieser Summe. Nicht daneben, darunter.
Auf dieser Grenze steht auch der Rest: Bestandsoptimierung, Bestandscontrolling und Bestandsplanung arbeiten mit Summen und Reichweiten. Sie werden erst belastbar, wenn die Zahl darunter stimmt. Was in vielen Betrieben als Bestandsmanagement läuft, scheitert nicht an der Methode, sondern an der Datenbasis.
Zählen ohne Stillstand
Die jährliche Stichtagszählung bei geschlossenem Betrieb ist teuer, ungenau und am Tag danach bereits veraltet.
Mit geführten Plätzen lässt sich stattdessen laufend zählen: ein kleiner Teil des Sortiments täglich, Schnelldreher häufiger als Langsamdreher, ohne Unterbrechung. Weniger Aufwand, und eine Zahl, der man eher trauen kann als einer Momentaufnahme, die ein Jahr halten soll.
Das ist ausdrücklich nicht dasselbe wie eine jährliche Bestandsaufnahme. Die zählt einmal im Jahr, was da ist. Hier geht es darum, dass die Zahl gar nicht erst auseinanderläuft.
Wo wir stehen
BizBloqs liefert Bestandsführung, Lagersteuerung und Auftragssteuerung als eine Plattform. Wachsen Sie vom einen ins andere, kommt Funktionalität dazu — Sie wechseln nicht das System und bauen Ihre Historie nicht neu auf. Eine Lagerbestand Software, die Sie nach zwei Jahren ersetzen müssen, ist teurer als eine, die mitwächst.
Wir arbeiten mit Ihrem ERP, nicht dagegen. SAP Business One, Exact, Sage: die kaufmännische Seite bleibt dort, wo sie hingehört.
Eingerichtet wird über Konfiguration, nicht über Individualentwicklung. Das entscheidet, was Sie in achtzehn Monaten zahlen — bei uns wie bei jeder anderen Bestandsverwaltungssoftware.
Die Arbeit im Lager steht auf unserem Leitfaden zum Lagerverwaltungssystem (WMS). Die Zuteilung über Kanäle und Standorte: unser Leitfaden zum Order Management System (OMS). Passend zur Größe: KMU, KMU+ und Enterprise.
Fragen, die Sie stellen sollten
- 1.Wie viele Systeme führen nach der Einführung eine Bestandsmenge für denselben Artikel? Bitte benennen.
- 2.Unterscheiden Sie zwischen vorhanden und tatsächlich verfügbar? Zeigen Sie mir beide Zahlen auf einem Bildschirm.
- 3.Was passiert mit einer Retoure zwischen Wareneingang und Wiederverkäuflichkeit — welchen Zustand hat sie in dieser Zeit?
- 4.Kann ich laufend zählen, ohne den Betrieb anzuhalten?
- 5.Wie wird Chargenrückverfolgbarkeit geführt, und wie lange dauert eine Rückverfolgung im Ernstfall?
- 6.Wenn ich in einem Jahr einen Prozess ändern möchte: Konfiguration oder Entwicklung?
Frage zwei trennt eine Bestandsverwaltung von einer Bestandsliste. Frage sechs entscheidet, was Sie später zahlen.
Häufige Fragen
Was ist Bestandsverwaltung?
Bestandsverwaltung führt nicht nur die Menge je Artikel, sondern das Detail darunter: auf welchem Lagerplatz die Ware liegt, aus welcher Charge sie stammt, in welchem Zustand sie ist, was reserviert und was tatsächlich frei verfügbar ist.
Was ist der Unterschied zwischen Bestandsverwaltung und einem Warenwirtschaftssystem?
Ein Warenwirtschaftssystem führt Einkauf, Verkauf und eine Bestandssumme je Artikel. Eine Bestandsverwaltung führt das Detail unter dieser Summe. Summe gegen Detail — das ist die Grenze.
Was ist der Unterschied zwischen Bestandsverwaltung und einem Lagerverwaltungssystem?
Bestandsverwaltung sagt, was wo liegt und was verfügbar ist. Ein Lagerverwaltungssystem steuert zusätzlich die Arbeit: wer kommissioniert was, in welcher Reihenfolge, auf welchem Weg. Das eine ist der Zustand, das andere die Bewegung.
Geht es dabei auch um Geräte, Möbel und IT-Ausstattung?
Nein. Anlagegüter und Betriebsausstattung werden in eigenen Systemen geführt und folgen einer anderen Logik. Hier geht es ausschließlich um Handelsware, die Sie verkaufen.
Brauche ich das, wenn ich nur einen Standort habe?
Häufig nicht. Der Bedarf entsteht mit dem zweiten Standort, dem zweiten Vertriebsweg, Chargenpflicht oder einem Retourenvolumen, das Sie nicht mehr überblicken.
Können wir unsere Warenwirtschaft behalten?
Ja, das ist der Normalfall. Die kaufmännische Seite bleibt dort; wir ergänzen das Detail darunter und melden zurück, was geschehen ist.
Ein ehrliches Gespräch über Ihren Bestand
Eine halbe Stunde, und eine klare Antwort, ob wir passen — auch wenn wir es nicht tun.