Backorder
Manchmal möchte ein Kunde etwas, das gerade nicht auf Lager ist. Sie nehmen die Bestellung trotzdem an und verschicken sie, sobald die Ware wieder da ist: Der Kunde wartet, und Sie behalten den Verkauf. Das funktioniert, wenn Käufer warten wollen und Sie ehrlich sagen können, wann die Ware kommt; es geht schief, wenn das Datum geraten ist. Eine so zurückgestellte Bestellung heißt Backorder, auf Deutsch auch Lieferrückstand oder Nachlieferung.
Eine Backorder ist etwas anderes als eine Vorbestellung, bei der das Produkt noch gar nicht erschienen ist, und etwas anderes als „nicht lieferbar“, bei dem Sie es schlicht nicht mehr verkaufen. Wer etwas verkauft, das er nicht hat, weil der Shop eine falsche Menge zeigt, hat ebenfalls keine Backorder, sondern überverkauft. Eine Backorder ist ein Versprechen, das Sie bewusst geben.
Gut gemacht zeigt der Shop das erwartete Lieferdatum, meldet sich beim Kunden, wenn es sich verschiebt, und lässt ihn stornieren. Legen Sie vorher fest, ob Sie eine Bestellung in Teillieferungen versenden und wer das zusätzliche Paket zahlt.
In der Praxis
Ein Fahrradladen hat den Fahrradhelm in Größe M nicht mehr. Der Lieferant kündigt eine Lieferung für den 14. an. Der Laden lässt den Helm mit „Versand ab dem 14.“ im Shop, und die drei Kunden, die vorher bestellen, bekommen am Tag des Wareneingangs eine E-Mail.
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