Ruhezone und Modulbreite
Jeder Strichcode braucht links und rechts freien Raum, bei EAN und ITF-14 etwa das Zehnfache der schmalsten Strichbreite. Wer den Code verkleinert, damit er auf ein volles Etikett passt, verkleinert auch den schmalsten Strich, bis der Scanner ihn nicht mehr auflöst. Legen Sie deshalb zuerst die Breite des schmalsten Strichs fest und gestalten Sie das Etikett darum herum. Diese Breite nennt man Modulbreite oder X-Abmessung.
Druckauflösung
Ein Thermodrucker mit 203 dpi reicht für Lagerplatzetiketten mit Code 128, ist aber knapp für einen dichten GS1-128 mit mehreren Datenbezeichnern. Mit 300 dpi haben Sie Reserve. Palettenetiketten aus dem Laserdrucker auf Normalpapier reiben sich auf dem Transport ab, weil der Toner nur auf der Oberfläche sitzt.
Material und Platzierung
Im Kühl- und Tiefkühllager braucht der Klebstoff die Freigabe für die Temperatur, bei der das Etikett aufgeklebt wird, nicht nur für die, bei der es lagert. Etiketten im Freien und auf dem Hof brauchen synthetisches Material. Palettenetiketten gehören auf zwei angrenzende Seiten und immer auf dieselbe Höhe, damit niemand an der Laderampe suchen muss.
Eine Seriennummer nie zweimal vergeben
Eine NVE (SSCC) kennzeichnet genau eine Ladeeinheit. Sie darf nicht neu vergeben werden, solange sich ein Handelspartner noch auf sie beziehen könnte. GS1 setzt dafür mindestens ein Jahr an, länger, wo Vorschriften es verlangen. Wiederverwendete Nummern zerstören die Rückverfolgbarkeit schneller als alles andere.
Warum Scanner einen Code ablehnen, nach Häufigkeit
Eine falsche oder fehlende Prüfziffer, zu wenig Ruhezone, der falsche Barcodetyp für das Geräteprofil, schwacher Kontrast (drucken Sie nie auf farbigen oder metallischen Untergrund), verzerrte Striche durch einen Druckkopf, der gereinigt werden muss, und ein Etikett, das geknickt oder über eine Kante geklebt ist.
Prüfziffern
EAN, UPC, ITF-14 und NVE (SSCC) enden alle auf eine Prüfziffer nach Modulo 10, die aus den vorherigen Ziffern berechnet wird. Der Scanner rechnet sie bei jedem Lesen nach und lehnt den Code ab, wenn sie nicht stimmt. Genau deshalb sollten Sie sie nie von Hand eintippen. Dieses Tool berechnet sie für Sie.
GS1-Basisnummer
Die Nummern in einem Handels- oder Logistik-Code dürfen Sie nicht frei erfinden. Die Basisnummer darin vergibt Ihnen die GS1-Organisation Ihres Landes gegen Lizenz. Wir können keine vergeben, und auch kein kostenloses Tool kann das. Interne Lagerplatz- und Behälteretiketten brauchen gar keine Basisnummer.
Was dieses Tool nicht kann
Es zeichnet Barcodes. Es vergibt oder reserviert keine GS1-Nummern, und ein Code für den Einzelhandel oder die Lieferkette eines Händlers braucht eine echte GS1-Basisnummer. Nichts von dem, was Sie eingeben, wird gespeichert.