Was ein LVS tatsächlich tut
Ein LVS führt für jeden Artikel an jedem Lagerplatz einen Live-Bestand, weist die nächste Aufgabe der richtigen Person zu und bestätigt die Arbeit per Scan statt per Unterschrift. Alles andere, was ein Lagersystem verspricht, steht auf diesen drei Punkten.
Genau dort verläuft die Grenze zum Bestandsmodul. Ein Bestandsmodul sagt Ihnen, was Sie haben sollten. Ein LVS sorgt dafür, dass der Bestand stimmt.
- Wareneingang gegen die Bestellung, Abweichungen werden an der Rampe erkannt
- Einlagerung auf einen bekannten statt auf einen erinnerten Platz
- Scannergeführte Kommissionierung mit Wegeoptimierung, Batching und Bestätigung
- Packen und Carrier-Übergabe, das Label entsteht aus der Kommissionierung
- Permanente Inventur, während das Lager weiterarbeitet
- Retouren zurück in den verkaufsfähigen Bestand ohne manuelle Korrekturbuchung
Was in Österreich anders ist
Alpine Zustellgebiete und lange Transportwege machen jede Fehlkommissionierung doppelt teuer: einmal für den Versand, einmal für die Rücknahme.
Österreichische Mittelstandslager arbeiten meist mit einem Buchhaltungssystem samt Bestandsmodul – nie für eine Lagerhalle gebaut – oder mit einem deutschen Enterprise-LVS, das für Konzernvolumen kalkuliert ist.
Die Integration ist die eigentliche Arbeit
Ein LVS, das nicht mit Ihrer Finanzsoftware spricht, erzeugt einen zweiten Zahlenstand zum Abgleichen. BizBloqs integriert BMD, RZL, SAP Business One, Microsoft Dynamics 365 Business Central und Exact und übergibt an Österreichische Post, DPD Austria, GLS, DHL und Gebrüder Weiss.
Aufträge und Artikelstammdaten kommen herunter, Bestände und Versandbestätigungen gehen zurück. Nichts wird abgetippt, also läuft nichts auseinander.
Worauf Sie vor der Unterschrift achten
Die meisten enttäuschenden LVS-Projekte waren schon in der Demo absehbar. Diese Fragen trennen ein System, das Ihre Fläche steuert, von einem, das umgangen wird.
- Läuft es sauber auf dem Scanner, auch bei kurzen Verbindungsabbrüchen, oder ist es eine Browserseite auf einem robusten Gerät?
- Ist der Preis eine flache Plattformgebühr oder bewegt er sich mit Aufträgen, Positionen oder Transaktionen?
- Ist die Einführung in sichtbaren Tagen kalkuliert oder offene Beratung nach Aufwand?
- Ist die Anbindung an BMD Standard oder ein Individualprojekt?
- Wer geht ans Telefon, und zu welcher Uhrzeit Ihres Arbeitstags?